Mittwoch, 3. Februar 2016

Fastenzeit

Morgen ist Weiberfastnacht und damit der Beginn des diesjährigen Karnevalsspuks. Während ich die alkoholbedingte Heiterkeit, die Schunkellieder in Dauerschleife und die beinah kunstvoll drapierten Müllberge in meinem kuscheligen Hamsterhäuschen einfach absitzen werde, wünsche ich mir für die Feierwütigen trotzdem eine friedlich-fröhliche Zeit. So ganz ohne Krawalle. Damit können wir doch dann alle gut leben.

Für mich wird erst die Zeit ab Aschermittwoch wieder interessant: die Fastenzeit. Normalerweise verzichte ich traditionell auf Süßigkeiten. Dieses Jahr möchte ich das ein wenig ändern. Einfach weil ich im letzten Jahr und auch jetzt noch über viele Dinge nachdenken musste und muss. Das kennen wir doch alle: Manchmal scheint einfach alles nicht so zu laufen, wie man sich das gerne wünscht.  Aus diesem Grund möchte ich die diesjährige Fastenzeit nutzen, um meinen Gedankenfokus ein wenig abzulenken. Zu den schönen Seiten im Leben. Ich möchte 40 Tage lang ein "Dankbarkeitstagebuch" führen. 

Die Idee ist nicht neu und begegnet mir schon seit Jahren immer mal wieder im Internet. Ich möchte einfach jeden Tag eine schöne Sache aufschreiben. Etwas, wofür ich dankbar bin. Das können auch scheinbare Belanglosigkeiten sein, die aber vielleicht - einmal in den richtigen Fokus gerückt - wieder an Bedeutung gewinnen. Für den Blog möchte ich sie dann wöchentlich zusammenfassen. Natürlich seid ihr herzlich eingeladen mitzumachen! Egal, ob in eurem Blog, über einen Social-Media-Kanal oder einfach nur für euch im Stillen.

Samstag, 30. Januar 2016

Lesemonat Januar 2016

Regenmonster Lesemonat
Statistik
Bücher: 1
Comics: 1
Gelesene Seiten: 567
Hörbücher: 1

Christoph Koch: Ich bin dann mal offline: Ein Selbstversuch
Erfahrungsbericht, 271 Seiten, 2010, Blanvalet Verlag
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Mein zweites Buch von Christoph Koch. In diesem versucht er, einen Monat lang offline zu bleiben. Keine Mails, keine SMS, kein Surfen im Internet. Nur Festnetztelefon und Briefe sind erlaubt. Dabei beleuchtet er die ununterbrochene Erreichbarkeit der heutigen Menschen von den unterschiedlichsten Seiten, bringt Studien und seine eigenen Erfahrungen ein. Nicht alle Erkenntnisse sind neu, aber doch interessant und man beginnt, sein eigenes Internetkonsumverhalten zu reflektieren.

Art Spiegelman: Die vollständige MAUS
Comic, Biografie, Geschichte, 296 Seiten, 10. Auflage, 2008, Fischer Taschenbuch
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Was für ein berührender und gleichzeitig grauenvoller Comic! Grauenvoll wegen der Thematik. Art Spiegelman führt darin ein Interview mit seinem Vater, der als Jude die Zeit des Nationalsozialismus miterleben musste. Dabei gibt er in dem Comic den Juden das Aussehen von Mäusen und den Nazis das von Katzen. Die Zeichnungen sind düster und nicht besonders detailreich. Durch die Tiermetaphern wird sogar eine gewisse Distanz zum Leser aufgebaut. Aber vielleicht werden gerade dadurch die grausamen Erfahrungen "erzählbarer". Trotzdem bleibt das Comic bis zum Ende eindringlich, interessant und berührend.

Francis Durbridge: Die Non-Paul-Temples
Hörspiel, Krimi, ca. 274 Minuten, 5 CDs, 2008, Der Audio-Verlag
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Auf fünf CDs werden vier Kriminalgeschichten erzählt: "Der Fall Greenfield", "Nur über meine Leiche", "La Boutique" und "Tief in der Nacht". Alle vier Geschichten sind spannend und von den Sprechern großartig vorgetragen. Teilweise sind sie sogar ziemlich unheimlich. Wer Krimi-Hörspiele mag, wird an diesen viel Freude haben.

Die Links und Bilder in diesem Beitrag wurden mithilfe des Amazon-Partnerprogramms generiert.

Bücher/ Comics/ Hörbücher 2016

01. Christoph Koch: Ich bin dann mal offline: Ein Selbstversuch
02. [Comic] Art Spiegelman: Die vollständige MAUS
03. [Hörbuch] Francis Durbridge: Die Non-Paul-Temples