Freitag, 3. Juli 2015

Lesemonat Juni 2015


Statistik
Gelesene Bücher: 2
Gelesene Comics: 0
Gelesene Seiten: 886
Hörbücher: 1
Ratgeber, 285 Seiten, 2009, Börsenmedien AG
Larry Winget gilt als "Pitbull" unter den Motivationstrainern. Seine Wortwahl ist teilweise sehr hart, jedoch schmerzt die Wahrheit seiner Meinung nach halt auch manchmal. Bist du unglücklich und nicht erfolgreich? Dann bist du dumm und faul. Also Arsch hoch, weiterbilden und erfolgreich werden. Das Buch ist sehr einfach strukturiert und enthält vor allem Listen. Für mich ein Anzeichen, dass der Autor seine Lebensweisen in Massenproduktion auf den Markt schmeisst. Warum sich viel Mühe mit einem Text machen, wenn man doch die wichtigsten Punkte in Listen zusammenfassen kann. Warum ich das Buch trotzdem so positiv bewertet habe? Weil es mich tatsächlich in einigen Dingen motiviert hat. Wer jedoch den Drill Sergeant-Ton und die sehr beleidigende Art des Autors nicht mag, sollte einen großen Bogen um das Buch machen. Ich habe bereits zu viele solcher Bücher gelesen, um diese Masche noch persönlich zu nehmen.

Und da es auch in diesem Buch fälschlicherweise vorkam, hier ein kleiner Exkurs:
Die meisten Menschen im Mittelalter glaubten nicht, dass die Erde eine Scheibe war. Bereits in der Antike diskutierten Pythagoras und Aristoteles über die Kugelform. Eratosthenes berechnete sogar den Erdumfang. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, der scheinbar nicht aus den Köpfen zu kriegen ist. Genauso könnte man in ferner Zukunft behaupten, die Menschen der Neuzeit glaubten, dass die Bundesrepublik Deutschland gar nicht existiere oder die mächtigsten Personen der Welt durch Reptilienwesen ausgetauscht wurden.

Hörbuch, Humor, 2012, Argon Verlag

Matze Klein und seine Freundin machen für zwei Wochen eine Gruppenreise nach Namibia. Dabei muss sich Matze nicht nur mit seinen verrückten Reisebegleitern herumschlagen, sondern stolpert auch von einer unglücklichen Situation in die nächste. "Hummeldumm" lässt sich leicht nebenbei hören. Die Handlung ist manchmal humorvoll, doch vor allem trivial. Jaud selbst macht seinen Job als Vorleser jedoch sehr gut. Eine kostenlose Variante des Hörbuchs gibt es auch auf Spotify!

Roman, Science-Fiction, 601 Seiten, 2015, Cross Cult

Das Raumschiff Enterprise ist unterwegs zu einer Kolonie auf dem Planeten Sycorax. Captain James T. Kirk soll dort prüfen, ob die Bewohner trotz eines gravierenden Verstoßes gegen die Richtlinien in die Vereinte Föderation der Planeten aufgenommen werden können: Sie experimentieren mit den menschlichen Genen. Um sich auf das Treffen vorzubereiten, recherchiert Kirk über die Anfänge der eugenischen Kriege, die verantwortlich sind für das strikte Verbot von Genmanipulationen an Menschen. >>Weiterlesen<<

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Donnerstag, 2. Juli 2015

Greg Cox: Die eugenischen Kriege. Der Aufstieg und Fall des Khan Noonien Singh 1

Amazon-Link zum Buch
Genre: Science-Fiction
Format: Broschiert
Originalsprache: Englisch
Verlag: Cross Cult (2015)
Seitenanzahl: 601

"Selbst in einem Raum, in dem das Genie seiner Kameraden gleichwertig war, ragte dieser Junge mit seinem einzigartigen Charisma heraus."

Das Raumschiff Enterprise ist unterwegs zu einer Kolonie auf dem Planeten Sycorax. Captain James T. Kirk soll dort prüfen, ob die Bewohner trotz eines gravierenden Verstoßes gegen die Richtlinien in die Vereinte Föderation der Planeten aufgenommen werden können: Sie experimentieren mit den menschlichen Genen. Um sich auf das Treffen vorzubereiten, recherchiert Kirk über die Anfänge der eugenischen Kriege, die verantwortlich sind für das strikte Verbot von Genmanipulationen an Menschen. So erfährt er, dass im Jahre 1974 eine Gruppe von Wissenschaftlern geheime Genforschungsexperimente durchführte, die als Chrysalis-Projekt bezeichnet wurden. Sie wollten eine überlegene menschliche Rasse erschaffen, die die Herrschaft auf der Erde übernehmen sollten. Der Agent Gary Seven, der von einer außerirdischen Spezies auf die Erde geschickt wurde, um die Menschen vor großen Fehlern zu bewahren, und seine Kollegin Roberta Lincoln wollten dieser Bedrohung Einhalt gebieten. Doch als sie den Stützpunkt von Chrysalis erreichten, bemerkten sie, dass sie bereits zu spät kamen.

Bereits als ich das Cover von Martin Frei zu "Die eugenischen Kriege" sah, war ich fasziniert und begeistert. Auf diesem sieht man einen jungen Ricardo Montalbán als Khan Noonien Singh. Im Hintergrund finden sich Soldaten, Hubschrauber und ein Konstrukt, das wie eine Molekülkette erscheint. Insgesamt wirkt es wie ein altes sozialistisches Poster, wie ein Revolutionsplakat, welches sehr gut zum Thema des Buches passt.

"Die eugenischen Kriege" ist eine zweiteilige Buchreihe. Die englische Ausgabe erschien bereits 2001 und wurde nun 14 Jahre später von Stephanie Pannen und Susanne Picard (mit diesem Namen kann man doch nur Captain oder Übersetzerin von Star Trek-Büchern werden!) ins Deutsche übersetzt. Endlich erfahren wie die Anfänge von Khan, dem übermenschlichen Tyrannen aus dem 21. Jahrhundert und berühmten Widersacher von James Kirk, der sowohl in einer Folge der TV-Serie als auch im zweiten Kinofilm eine wichtige Rolle spielt. Schade ist jedoch, dass Khan selbst im ersten Band noch eher eine Nebenfigur ist. Zwar lernen wir ihn als hochintelligenten und starken Jungen und später Jugendlichen kennen, jedoch widmet sich der Autor zu Beginn vor allem Gary Seven, seiner Katze Isis und Roberta Lincoln, die man aus der TV-Folge "Ein Planet, genannt Erde" kennt, sowie dem Chrysalis-Projekt. Dieser sehr umfassende Einstieg in das Geschehen führt aus meiner Sicht hin und wieder zu kleineren Längen. Sobald Khan dann eine etwas größere Rolle bekommt, bemerkt man zudem, dass er keine richtige Charakterentwicklung erfährt. Als kleiner indischer Junge weißt er dieselbe Arroganz und stoische Gelassenheit auf wie als junger Mann. Allein sein Zorn scheint im Laufe der Geschichte zu wachsen. Es ist sehr schade, dass sich der Autor bei Khans Charakter hauptsächlich auf die Erklärung mit den vorprogrammierten Genen verlässt.

Die Rahmenhandlung mit Kirk und seinem Auftrag ist interessant und entführt einen zumindest für einige Seiten in die "unendlichen Weiten". Trotzdem ist der Fokus ganz klar auf das Ende des 20. Jahrhunderts gerichtet. Da der Autor somit aus der Zukunft schreibt, gibt ihm dies die Möglichkeit, viele historische Fakten einzubauen und mit dem fiktiven Geschehen zu verknüpfen. So finden wir uns beispielsweise zu Beginn der Geschichte in der DDR wieder. Aber auch geschichtliche Gegebenheiten aus dem Star Trek-Universum werden immer wieder erwähnt. Als Beispiel: Erinnert ihr euch, in welches Jahr die Enterprise-Crew im dritten Star Trek-Kinofilm zurückreiste? Fans der Serie werden auf alle Fälle ihren Spaß daran haben, auch wenn der Aufbau um diese Anekdoten die eigentliche Handlung ein wenig in die Länge zieht. Das Buch endet - natürlich - mit einem Cliffhanger. Erst im August erfahren wir dann, wie es mit Khan weitergeht und wie ihm nach seinem Aufstieg der unabwendbare Fall bevorsteht.

Wenn ihr euch vor dem Lesen des ersten Bands ein wenig vorbereiten wollt, dann habe ich hier zwei Folgen-Tipps für euch:

Star Trek The Original Series - 1x22 Der schlafende Tiger (Space Seed)
In dieser Folge treffen Khan und Kirk das erste Mal aufeinander. Durch einen Synchronfehler werden die eugenischen Kriege in der deutschen Übersetzung jedoch in das Jahr 2090 verfrachtet.

Star Trek The Original Series -  2x26 Ein Planet, genannt Erde (Assignment: Earth)
In dieser Folge treffen nicht nur Gary Seven und Kirk das erste Mal aufeinander, sondern auch Seven und Roberta Lincoln. Und auch hier gibt es eine Änderung in der deutschen Synchronisation. Gary Seven wird dort Felix Sevenrock genannt.

Bewertung:
Fazit: Ich habe mich sehr gefreut, mehr über das Leben von Khan Noonien Singh zu erfahren und bin gespannt auf die Fortsetzung, die am 3. August 2015 erscheint.

Für die Rezension wurde mir das Buch von Cross Cult zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Sonntag, 28. Juni 2015

Gedanken-Potpourri #20


1. Das Schlimmste am Schreiben von Bewerbungen ist das Warten auf Antwort.

2. Neben vielen furchtbaren Nachrichten diese Woche gab es auch zwei wirklich wunderbare Meldungen: Zum einen möchte Finnland das Experiment wagen und das bedingungslose Grundeinkommen testen. Natürlich ist es nur ein Anfang, aber der Gedanke führt meiner Meinung nach in eine gute, zukunftsorientierte Richtung, die erforschenswert ist. Zum anderen dürfen nun in den gesamten USA auch homosexuelle Paare heiraten. Auch das ist nur ein Schritt auf dem Weg zur Gleichberechtigung, aber es ist ein großer und wunderbarer.

3. Die ersten gamescom-Planungen für Zockwork Orange haben begonnen. Wer von euch wird dieses Jahr da sein und möchte mit mir einen Woll-Yoshi-Raubzug auf Nintendo starten? ;-)